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Auf nach Weimar – Erstes Projekt zwischen Bauhausuniversität Weimar und der Ausbaubranche

Oberlichtsaal mit Stuhlreihen, StüŸhlen im HauptgebŠude *** Local Caption *** Geschwister-Scholl-Strasse 8
Oberlichtsaal mit Stuhlreihen, StüŸhlen im HauptgebŠude *** Local Caption *** Geschwister-Scholl-Strasse 8

Im Jahre 2014 hatten die Verbände BV Gips, ZDB, HDB und BIG gemeinsam den Hochschultag Innenausbau ins Leben gerufen. Ziel der verbändegetragenen Initiative ist es, mehr Lehrinhalte des Innenausbaus und Ausbaus an den Hochschulen zu verankern.

Die ersten beiden Hochschultage lieferten viele Ergebnisse, die die Verbände derzeit umsetzen. So hat die Entwicklung einer Internetplattform zur Vernetzung der Hochschulen untereinander und mit der Branche oberste Priorität. Daneben sollen Projektangebote, Baustellenbesichtigungen, Mustervorlesungen und ein Verzeichnis der Ansprechpartner aus der Hochschul- und Baustoffbranche bereitgestellt werden. In Planung ist natürlich auch der nächste Hochschultag, der neben allen Aktivitäten als Austauschplattform weitergeführt werden soll und der dieses Jahr am Vortag des internationalen trockenbau forums am 22. September 2015 in Würzburg stattfinden wird. Begleitend hierzu haben die Verbände auch den Kontakt zu einzelnen Hochschulen gesucht und Einzelgespräche mit denen geführt, die Interesse an einer intensiven projektbezogenen Zusammenarbeit haben.

Aus diesen Kontakten hat sich nun ein sehr spannendes und längerfristiges Projekt mit der Universität in Weimar und dem dortigen Bauhausinstitut für experimentelle Architektur konkretisiert. Ziel ist es, aktuelle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse im Bereich der Bauprodukte und ihrer Verarbeitung in der Architektenausbildung frühzeitig zu verankern. Im Vordergrund steht dabei ein konkretes praxisbezogenes Projekt. Hintergrund ist ein großer Geburtstag: Das Bauhaus feiert 2019 sein 100-jähriges Bestehen. Da bieten sich spannende studienbegleitende Projekte natürlich an. Es geht um die Frage, wie das Bauhaus heute bauen würde. Eine Herausforderung wird dabei die Berücksichtigung der gewachsenen Anforderungen an die Bauweisen und der innovativen und hochwertigen Produkte der Baustoffbranche.

Seit diesem Sommersemester nun hat die Bauhausuniversität das erste studienbegleitende Projekt ausgeschrieben, das sich bis zum Jubiläumsjahr 2019 weiterentwickeln wird. Die Studenten lernen hier den Umgang mit innovativen und hochwertigen Produkten des Aus- und Trockenbaus im Entwurf und in der Praxis kennen. Das Projekt sieht folgendermaßen aus:

  • Der Oberlichtsaal von Henry van de Velde des Hauptgebäudes der Bauhausuniversität Weimar soll als Referenzobjekt für eine flexibel bespielbare Außenausstellung dienen.
  • In Anlehnung an diesen Bau sollen die Studenten den Oberlichtsaal gedanklich in zehn Scheiben zerlegen und unter Verwendung moderner Baustoffe im Verhältnis 1:2 „nachbauen“. Die einzelnen Baukörper sollen dann in einer Achse ein neues Bauwerk ergeben.
  • Der Bau soll temporär für die Sommernutzung montierbar sein und in den Wintermonaten eingelagert oder witterungsfest geschützt werden können.
  • Die Segmente sollen aus konventionellen oder hybriden Materialien und Technologien bestehen.
  • Bis zum Jubiläumsjahr 2019 sollen für das Projekt verschiedene Standorte auf dem Campus der Bauhaus Universität erprobt werden. Eventuell ist auch die Verortung in anderen Städten, auf Messen oder als Wanderausstellung möglich.

Geplant und gewünscht ist, dass Industrie und Handel sowie Unternehmer die studentischen Teams durch einen Ansprechpartner, einen Tutor oder Materiallieferungen unterstützen. Möglicherweise werden in die Projektteams auch Meisterschüler oder Mitarbeiter von Ausbauunternehmen integriert. Die Bauhausuniversität Weimar stellte am 20. Mai 2015 den Professoren, Studenten und den Gästen im Rahmen eines Symposiums dieses und viele andere Projekte auf dem Campus der Universität vor.

Autor: BIG Redaktion

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